Pfaffenhofen

Neubau Grund- und Mittelschule

Nach sorgfältiger Abwägung und Prüfung von möglichen Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Schulgebäuden fasste der Stadtrat am 31. Juli 2014 den einstimmigen Beschluss für die Neuerrichtung einer Grund- und Mittelschule am Kappellenweg.

Die Baumaßnahme hat bereits nach nur einjähriger Planungsphase im Sommer 2015 mit dem Rückbau der alten Schwimm- und Sporthalle sowie Teilen der Aula begonnen. Die Rohbauarbeiten begannen im Frühjahr 2016, seit dem Herbst steht der Rohbau, sodass am 11.11.2016 Hebauf gefeiert werden konnte.

Die gesamte Maßnahme soll bis Frühjahr 2018 abgeschlossen sein.

Das Schulgebäude sowie die Außenanlagen wurden reduziert auf das Notwendige bei größtmöglicher Qualität geplant. Dabei wurde insbesondere auf die Auswahl langlebiger, nutzerfreundlicher Baustoffe geachtet. Zudem sollen die baulichen und technischen Anlagen möglichst wartungsarm und einfach zu bewirtschaften sein.

 

Herausforderungen

Die Entwurfsplanung ist von drei großen Herausforderungen geprägt.

Die erste Herausforderung war die Planung um den Gebäudebestand herum, da bewusst auf eine Interimscontainerlösung verzichtet werden soll. Schwierig gestalteten sich hier vor allem eine vernünftige Unterbringung der Außensportflächen sowie die der notwendigen zweiten Feuerwehrzufahrt. Auf Grund des nicht ausreichend vorhandenen Platzes musste auf das Rasenspielfeld verzichtet werden. Dafür soll ein Allwetterplatz errichtet werden.

Die zweite große Herausforderung ist der extrem schlechte Baugrund, der darüber hinaus über die gesamte Fläche unterschiedlich belastbar ist. Zudem befinden sich oberflächennah auf dem Grundstück zwei voneinander getrennte Grundwasserstöcke, wobei der tiefere auch noch gespannt ist.

Die dritte große Herausforderung stellt die Gewährleistung des Hochwasserschutzes für das neue Schulgebäude sowie für die Außenanlagen auf dem gesamten Grundstück dar. Nachdem es nicht möglich ist den Retentionsausgleich für die neuen baulichen Anlagen auf dem eigenen Grundstück vollständig nachzuweisen, fiel im Laufe der Entwurfsphase die Entscheidung das gesamte Baugrundstück auf ein hochwassersicheres Plateau zu heben. Der dadurch generierte Vorteil ist, dass – auch im Falle eines Jahrhunderthochwassers – das Schulgelände nicht mehr überschwemmt wird und die baulichen Anlagen keinen hochwasserbedingten Schaden nehmen können. Der Retentionsausgleich für die auf dem Schulgrundstück verlorengegangen Flächen ist auf Anregung des Wasserwirtschaftsamtes am Oberlauf des Gerolsbach, bei der Niederscheyerer Schule geplant, mit dem tendenziellen Mehrgewinn der verzögerten Ankunft der Hochwasserwelle in der Stadt.

 

Schulgebäude und Außenanlagen

Das Schulgebäude sowie die Außenanlagen wurden barrierefrei geplant gemäß der DIN 18040 Teil 1 und Teil 3. Dies beinhaltet unteranderem die Planung und Einbau einer barrierefreien Aufzugsanlage mit der alle Geschosse angefahren werden können sowie den Einbau einer Behinderten Toilette in allen Geschossen.

Im 2. Obergeschoss des Schulgebäudes wurde für die Stadtkapelle ein großer Übungsraum mit vier kleinen Nebenräumen, insgesamt 235 m², geplant.

Auf dem Dach des neuen Schulgebäudes wird eine Photovoltaikanlage in der Größe von 234 kWp errichtet werden. Geplant ist den von der PV-Anlage erzeugten Strom so weit als möglich als Eigenstrom zu verwenden. Gemäß Wirtschaftlichkeitsberechnung würde sich die  Anlage in einem Zeitraum von 13,5 Jahren amortisieren.

Die geplante Pausenhalle mit der Raumerweiterung des Mehrweckraumes, kann für ca. 500 Personen bestuhlt werden und bietet zudem Platz für eine Bühne mit ca. 45 m². Mit dieser Größe würde sich die Pausenhalle für die Durchführung außerschulischer Veranstaltungen wie z.B. Theater, Diavortrage und Kabarett eignen.

Die genehmigten Kosten belaufen sich auf ca. 27,3 Mio. Euro.

Bildergalerie

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