Pfaffenhofen

Integration

Integration bedeutet Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft und erfordert Veränderungsbereitschaft, sowohl seitens der Bürgerinnen und Bürger als auch seitens der Zugewanderten.

Die Stadt Pfaffenhofen ist ein Ort des Zusammenlebens, an dem die Integration und die Vielfalt gestaltet werden kann.

Wenn Sie sich engagieren, helfen oder unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner, die Sie hier rechts finden (Spendenkonten siehe weiter unten).

 

Städtische Koordinierungsstelle Integration

Um ihre Integrationsarbeit zu verstärken, hat die Stadt Pfaffenhofen im Sachgebiet Familie und Soziales Anfang 2016 eine neue Koordinierungsstelle Integration geschaffen. Die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle Integration sind die Ethnologin Frederike Gerstner, die Kulturwirtin Asja Priester und Fatiha Boulla, die als Kulturmittlerin und Dolmetscherin das Team ergänzt.

Auch wenn die Schaffung dieser Fachstelle keine kommunale Pflichtaufgabe ist, liegt der Stadt eine gute Integration von Migrantinnen und Migranten am Herzen – seien es Menschen mit Migrationshintergrund, die schon länger in Pfaffenhofen leben, seien es die gerade angekommenen Flüchtlinge und AsylbewerberInnen.

Derzeit besitzen 12,5 Prozent der Pfaffenhofener Bevölkerung eine ausländische Staatsangehörigkeit. Bei einer Einwohnerzahl von rund 25.700 sind das über 3.200 Menschen aus 97 verschiedenen Nationen. Hinzu kommen zahlreiche Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Durch die aktuelle Flüchtlingssituation werden sich diese Zahlen in nächster Zeit noch weiter erhöhen.

Zahlreiche Studien bilanzieren MigrantInnen in einigen Lebensbereichen eine unzureichende Partizipation an den gesellschaftlichen Ressourcen. Gleichzeitig verfügt eine Vielzahl der MigrantInnen über Ressourcen, wie etwa weit verzweigte internationale Netzwerke und sprachliche Kompetenzen.

Die Beteiligung dieser Zielgruppe stellt eine enorme Bereicherung für die Pfaffenhofener Gesellschaft dar.

Um die Partizipation der Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern, wurde in Pfaffenhofen in den vergangenen Jahren bereits ein breites Feld verschiedener Unterstützungsangebote geschaffen. Interkulturelle Begegnungsstätten, Sprachlerngruppen und Sprachkurse, Selbstorganisationen von MigrantInnen oder Kultur- und Sportvereine bringen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen.

Menschen mit Migrationshintergrund sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Integrationsstelle bemüht sich in ihrer Arbeit darum, Beteiligungsmöglichkeiten für alle Menschen in der Stadt Pfaffenhofen zu schaffen – unabhängig von nationaler, ethnischer, kultureller oder religiöser Zugehörigkeit. Sie versteht sich als Lotsin zum Thema Integration. Die Integrationsstelle möchte das Verständnis für eine vielfältige Gesellschaft stärken. Der Ausbau von interkulturellen Kompetenzen der Menschen ist dabei ein wichtiger Schritt.

 

 

Unter anderem soll die Integrationsstelle folgende Tätigkeiten übernehmen:

  • Vernetzung und Koordination aller, die in der Integrationsarbeit tätig sind unter Berücksichtigung vorhandener Engagement-Strukturen
  • Aktive Initiierung, Förderung und Begleitung lokaler Netzwerke, Unterstützerkreise und Projekte
  • Information und beratende Begleitung (Behördengänge, Familienangelegenheiten, Freizeit etc.)
  • Unterstützung von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten bei der Integration in den Arbeitsmarkt
  • Zusammenarbeit mit Bildungsträgern, Agentur für Arbeit, Institutionen, Wirtschaft vor Ort usw.
  • Entwicklung und Koordinierung von integrativen Projekten für MigrantInnen und ihre Familien

 

Projekte Integration

Die städtische Integrationsstelle Pfaffenhofen unterstützt und initiiert Projekte, die ein friedliches Zusammenleben fördern und die Integration von Geflüchteten und MigrantInnen erleichtern. Dabei arbeitet sie eng mit verschiedenen Projektpartnern zusammen. Untenstehend werden die Projekte und die jeweiligen Kooperationspartner im Einzelnen aufgeführt:

  • Patenschaften für Flüchtlingskinder
  • „Alt für Jung-Patenschaften: SeniorInnen unterstützen Geflüchtete“
  • „Tölzer Modell: Deutsch Lernen am PC“
  • Weltreise durch Wohnzimmer
  • "FrauenRaum" – Interkulturelles Netzwerk für Frauen in Pfaffenhofen

 

Patenschaften für Flüchtlingskinder

Das Projekt Patenschaften für Flüchtlingskinder wurde auf Initiative des Gesamtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten gegründet. Unterstützt von den Leitungen der städtischen Kindertagesstätten ist das Ziel des Projekts das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen und die Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag. Das Projekt bietet angekommenen Flüchtlingsfamilien, deren Kinder in eine der hiesigen Kindertagesstätten gehen, die Möglichkeit, in Kontakt zu kommen mit einheimischen Familien. Ein Team von ehrenamtlichen Eltern plant und organisiert gemeinsam mit der städtischen Koordinationsstelle das Rahmenprogramm des Projekts. So sind Begegnungsfeste, ein Stammtisch und interkulturelle Trainings Teil des Programms. Eine Patenschaft besteht aus einem Paten/einer Patin und einem Patenkind, wird aber von allen Elternteilen und Geschwisterkindern mitgetragen. Eine Patenschaft ist individuell und orientiert sich an den Wünschen und Zeitfenstern der beteiligten Familien.  Die Integrationsstelle bietet eine individuelle Begleitung und Beratung der jeweiligen Patenschaften an.

 

„Alt für Jung-Patenschaften: SeniorInnen unterstützen Geflüchtete“

Das Projekt „Alt für Jung – Patenschaften: SeniorInnen unterstützen Geflüchtete“ ist eine Kooperation der städtischen Integrationsstelle und dem Seniorenbüro. Es ist Teil des Programms „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums und wird als solches unterstützt und gefördert von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS). Das Projekt bringt Menschen in Form von Patenschaften zusammen und dient so dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Abbau von Vorurteilen. Die einzelnen Patenschaften sind individuell ausgestaltet und orientieren sich an den Kompetenzen, Ideen und Bedürfnissen des Einzelnen – ob es um Hilfe beim Spracherwerb, gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt geht ist jedem/r selbst überlassen. Das Rahmenprogramm des Projekts bietet neben individueller Begleitung und Beratung auch Austauschmöglichkeiten der Patinnen und Paten untereinander sowie Weiterbildungen und gemeinsame Feste. 

 

„Deutsch Lernen am PC nach dem Tölzer-Modell“

Die Sprachangebote am PC für Geflüchtete gründen auf der Zusammenarbeit vom AK Asyl im Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen, dem Mehrgenerationenhaus der Caritas, der städtischen Integrationsstelle, der vhs und dem Seniorenbüro. Das Programm beinhaltet – ausgehend von der Sprache und der Schrift des jeweiligen Heimatlandes – eine Sammlung kostenloser Sprachsoftware bekannter Anbieter, wie etwa dem Goethe Verlag und der Deutschen Welle. Die Lernenden können in verschiedenen Sprachlerngruppen ihr Lerntempo selbst festlegen und werden dabei von engagierten ehrenamtlichen SprachlernbegleiterInnen unterstützt und angeleitet. Somit bilden die Lerngruppen eine sinnvolle Ergänzung zu den offiziellen Sprach- und Integrationskursen. Die „Tölzer“ Gruppen bieten nicht zuletzt Gelegenheit für Einheimische und Geflüchtete in Kontakt miteinander zu kommen und sich kennenzulernen.

 

Weltreise durch Wohnzimmer

Seit März 2017 organisiert die Koordinierungsstelle Integration der Stadt Pfaffenhofen in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Asylehrenamt der Caritas und der Vhs Pfaffenhofen das Projekt „Weltreise durch Wohnzimmer“. Im Jahr 2011 in Nordrhein-Westfalen gestartet beteiligen sich immer mehr Städte an dem deutschlandweiten Projekt. Mittlerweile ist aus der Projektidee der Verein „Weltreise durch Wohnzimmer e. V.“ entstanden.
Die Weltreise durch Wohnzimmer funktioniert wie folgt: Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, fungieren als Reiseleiter/innen und öffnen jeweils zwei Stunden lang ihr Wohnzimmer für 5 bis 10 Teilnehmer/innen. Sie erzählen von sich, ihrer Familie und ihrem Herkunftsland. Dabei behilflich sind Fotos, Geschichten, landestypische Musik und kulinarische Kleinigkeiten.
Am Ende erhält jede/r der Teilnehmer/innen einen „Reisepass“ mit einem Stempel – das Dokument einer Weltreise. Die Anmeldung erfolgt über die Vhs. Interessierte, die als „Reiseleiter/innen“ Gäste in ihrem Wohnzimmer empfangen möchten, können sich gerne an Asja Priester von der Koordinierungsstelle Integration oder an Theresa Stumpf von der Fachstelle Asylehrenamt der Caritas wenden.

 

„FrauenRaum“ – Interkulturelles Netzwerk für Frauen in Pfaffenhofen

Das Projekt „FrauenRaum“ ist ein Netzwerk für Frauen in Pfaffenhofen. Hier begegnen sich Frauen unabhängig von ihrer Religion, Herkunft und Nationalität.
Die Idee zu dem Projekt kam auf, weil einerseits der  Kontakt unter Frauen biografie-, herkunfts- oder kulturbedingt oft nur innerhalb einer bestimmten Interessensgruppe (Mutterschaft, Religion, Nationalität etc.) besteht. Viele Frauen wünschen sich mehr gruppenübergreifende Begegnungen und Austausch. Andererseits bewegen sich Frauen häufiger als Männer im privaten Raum und sind auf verschiedenen Ebenen Diskriminierungen ausgesetzt. Ebenso suchen Neuzugezogene Kontaktmöglichkeiten um im neuen Lebensumfeld anzukommen.
Im „FrauenRaum“ lernen Frauen sich bei kleineren und größeren Treffen zu verschiedenen Themen und Aktivitäten kennen. Hierzu gehören z. B. ein großes Frauenbegegnungstreffen, Filmabende, Diskussionsrunden und Informationsabende zu Themen die Frauen interessieren.
Ein Organisationsteam mit verschiedenen kulturellen Hintergründen entwickelt gemeinsam Ideen für die Treffen und plant sie.
Durch das Projekt „FrauenRaum“ sollen neue soziale Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, Vorurteile abgebaut, Kompetenzen erweitert, bürgerschaftliches Engagement sowie die soziale und gesellschaftliche Integration und Teilhabe gefördert werden.
Bei Interesse und Fragen zum Projekt „FrauenRaum“ wenden Sie sich an Asja Priester oder auch an die Fachstelle Asylehrenamt der Caritas.

 

 

 

 

Spenden möglich:

Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen e.V.
Sparkasse Pfaffenhofen
IBAN: DE 22 7215 1650 0009 0827 77
Verwendungszweck: Interkulturelle Arbeit oder Asylarbeit

 

Caritas-Zentrum Pfaffenhofen
Vereinigte Sparkassen Pfaffenhofen
IBAN: DE 57 7215 1650 0008 1593 86
BIC: BYLADEM1PAF
Verwendungszweck: Flüchtlings-Fonds

 

Kleiderkammer Pfaffenhofen
Sparkasse Pfaffenhofen
IBAN: DE 80 7215 1650 0009 2812 62

 

Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation in Pfaffenhofen

Youtubefilm "Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation in Pfaffenhofen"

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