Pfaffenhofen

Auf dem Siegertreppchen: Stadtwerke Pfaffenhofen gewinnen bei Wettbewerb „mobil gewinnt“

Stolze Preisträger bei „mobil gewinnt“: Stadtwerke-Vorstand Stefan Eisenmann und Fuhrparkleiter Peter Krause mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesverkehrsminister Christian Schmidt mit dem Preis für das betriebliche Mobilitätskonzept der Stadtwerke Pfaffenhofen
Bei Strom, Erdgas und Wasser sind die Stadtwerke Pfaffenhofen als kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner bekannt. Jetzt machen sie sich auch beim Thema Mobilität einen Ruf und gehen neue und zukunftsweisende Wege. Beim bundesweiten Wettbewerb „mobil gewinnt“ hat das kommunale Unternehmen für ihr betriebliches Mobilitätskonzept in der Kategorie „Öffentlich private Kooperationen“ den „mobil gewinnt“-Preis erhalten. Mit dem Konzept schaffen die Stadtwerke Anreize, auf Fahrrad oder Elektroroller umzusteigen, und präsentieren außerdem die Idee eines Corporate CarSharing-Angebots: Dabei sollen Mitarbeiter außerhalb ihrer Arbeitszeiten Elektro- und Erdgasfahrzeuge über das Sharing-System nutzen können. Überzeugt haben die Stadtwerke Pfaffenhofen die Jury, weil sie mit ihrem Konzept umweltfreundliche Mobilität in der Stadt fördern und zugleich mit einem attraktiven CarSharing-Angebot ein dichtes Mobilitätsnetz für die Umlandgemeinden schaffen.

„And the winner is...“ – so hieß es am 13. Dezember 2017 auf der Fachtagung „mobil gewinnt“ im Berliner Umweltforum. Mit „mobil gewinnt“ – einer gemeinsamen Initiative des Bundesverkehrsministeriums und des Bundesumweltministeriums – werden besonders innovative und kluge Ideen für eine umweltschonende Mobilität prämiert. Preise werden in folgenden Kategorien verliehen: „Kleine und mittlere Betriebe“, „Großbetriebe“, „Überbetriebliche Verbundprojekte“ und „Öffentlich-private Kooperationen“.
In der Kategorie „Öffentlich-private Kooperationen“ sind die Stadtwerke Pfaffenhofen mit ihrem Mobilitätskonzept aufs Siegertreppchen gestiegen. Stadtwerke-Vorstand Stefan Eisenmann nahm den mit 2.000 Euro dotierten Preis entgegen. Als Gewinner können die Stadtwerke nun Fördermittel beim Bundesverkehrsministerium beantragen. Gute Aussichten also für einen erfolgreichen Start des ambitionierten Corporate CarSharing-Angebots.
Das sehen auch schon einige Ämter und Privatunternehmen so: Wenn die Testphase einmal erfolgreich abgeschlossen ist, haben bereits die Stadt Pfaffenhofen, das Landratsamt und die Bäckerei Wiesender Ihr Interesse für eine Kooperation bei der betrieblichen Mobilität bekundet.
Das Konzept, das unter dem Stichwort „betriebliche Mobilität“ auf die Straße gebracht wird, sieht folgende Schritte vor: Die Stadtwerke bauen vor allem in Elektro- oder Erdgasfahrzeuge CarSharing-Module ein – also Hard- und Software, die das zeitweise „Ausleihen“ von Fahrzeugen ermöglichen. Außerhalb der Arbeitszeiten, wenn die Fuhrparkautos also dienstlich nicht genutzt werden, können Bürger und Vereine sich die Autos ausleihen.
Flankiert wird das Angebot von weiteren Bausteinen, die vom Individualverkehr mit Verbrennungsmotor wegführen und zu günstigeren, gesünderen und umweltfreundlicheren Fortbewegungsmitteln hinführen sollen – zum Beispiel zu Fahrrad oder Elektroroller. Die Ziele, die die Stadtwerke damit verfolgen: Weniger Benziner und Dieselfahrzeuge auf den Straßen und mehr Parkraum in Lebensraum umwandeln.
„Das Konzept hat überzeugt und beeindruckt“, weiß Stefan Eisenmann, Vorstand der Stadtwerke Pfaffenhofen, „weil wir uns damit für einen umfassenden Ansatz entschieden haben, der den Menschen eine ganze Reihe an neuen Mobilitätsvarianten eröffnet. Dabei verringern wir mit einer großen und attraktiven Palette an umweltfreundlichen Fortbewegungsalternativen im Sharing-Prinzip Feinstaub, Stau & Co.“
Und das Konzept bietet weitere Vorteile: Wer das CarSharing-Angebot nutzt, braucht kein Zweitauto oder vielleicht gar kein eigenes Auto mehr. Er kann dann zum Beispiel seine Garage anderweitig nutzen. Außerdem fallen die Fixkosten weg, die ein eigenes Auto mit sich bringt – von der Steuer über TÜV bis hin zu lästigen Reparaturen. Wenn der CarSharing-Nutzer ein Auto braucht, wählt er einfach das passende Modell aus – vom Kleinwagen bis zum Kombi. Und für kurze Wege und kleine Besorgungen stehen Fahrräder oder Elektroroller zur Ausleihe bereit.
Stefan Eisenmann dazu weiter: „Interessant ist das natürlich auch und besonders für die Bürger in den umliegenden Gemeinden. Gerade hier schaffen wir für die, die sich vom eigenen Auto trennen wollen oder keines besitzen, ein dichtes Mobilitätsnetz und damit ein attraktives Angebot, jederzeit den passenden fahrbaren und umweltfreundlichen Untersatz zu haben.“
Unternehmen oder Privatleute, die ihr Auto dort, wo ein echter Bedarf besteht, für das Corporate CarSharing zur Verfügung stellen, profitieren natürlich auch: Sie erhalten im ersten Jahr eine Monatspauschale. Wie hoch sie ausfällt, hängt von der Verfügbarkeit des Fahrzeugs ab. Außerdem sind sie an den Einnahmen beteiligt, die ihr Auto über die „Ausleihe“ einbringt.
Eine win-win-Situation für alle – Bürger ohne eigenes Auto werden mobil, die Autobesitzer verdienen dann, wenn sie mal nicht fahren, und die Luft wird sauberer, weil durch Corporate CarSharing-Angebot Anreize für das schadstofffreie Fahren mit Elektro- und Erdgasfahrzeuge geschaffen werden.
Wenn die ersten Autos um- und aufgerüstet sind, und das Sharing-Projekt angelaufen ist, haben die Stadtwerke Pfaffenhofen schon einen weiteren Baustein für die Angebotspalette in der Schublade. Denn auch Pedelecs und Elektrolastenräder sollen über das „Teil- und Leihmodell“ an den Start gehen – für alle die, die Sport gerne mit Komfort verbinden.

Autor: Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm

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