Pfaffenhofen

Neuartige Klangwelten in der Stadtpfarrkirche

Das New Arts and Music Ensemble Salzburg beim Pfaffenhofener Kultursommer

Die traditionellen Konzertgepflogenheiten eines klassischen Konzertes suchte man am vergangen Sonntag in der Pfaffenhofener Stadtpfarrkirche vergebens. Die fünf Musiker des internationalen New Art And Music Ensemble Salzburg verzichteten auf die übliche Bühne-Zuschauerraum-Konstellation, positionierten sich und die Verstärkerboxen der Elektronik im Altarraum, Mittelgang und hinteren Bereich der Kirche und ließen den Zuschauerraum hell erleuchtet. Mit einführenden Worten begrüßten der ehemalige Lutz-Stipendiat und Manager des Ensembles Marko Dinic und der Dirigent und künstlerische Leiter Josef Ramsauer das „abenteuerbereite“ Publikum, welches sich auf herausfordernde Hörräume freuen konnte.

Auf dem Programm standen Werke des 21. Jahrhunderts, darunter Eigenkompositionen der Mitglieder. Erstmals wurde Marco Döttlingers Orgelstück aufgeführt, für welches der Organist Alexander Bauer gleich zwei Registrierassistenten benötigte. Ebenfalls spannend war ein Werk für zwölf Klarinetten mit minimalen rhythmischen Rückungen. Live gespielt wurde lediglich eine Klarinettenstimme, die elf anderen ließ der Elektroniker vom Band laufen und raffiniert über die vier Boxen durch den Raum wandern.

Die Musiker dieses internationalen Ensembles sind ohne Zweifel allesamt Meister ihres Faches. Die Stücke forderten von den Musikern nicht nur höchste Konzentration, sondern auch anspruchsvolle Spieltechniken und ein ausgeprägtes rhythmisches Gespür. Allein die Notation wäre für einen Laienmusiker nicht zu entschlüsseln. Mit gewollt luftvollen Klängen der Querflöte und flageolettartigen Tönen der Bassklarinette präsentierten Marina Iglesias und Marco Sala die geballte Klangvielfalt ihrer Instrumente. Außergewöhnlich war auch die Verwendung von Boulekugeln als Perkussionsinstrumente.

Nicht bei allen, aber sicherlich beim Großteil der Zuhörer weckte das Ensemble an diesem Abend die Lust am Entdecken neuartiger Hörräume und fremdartiger Klangspektren.

Autor: Kulturamt Pfaffenhofen

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