Pfaffenhofen

Pfaffenhofen soll blühen

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen: Was ist das?

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Die Gartenschau im Sommer 2017 war der Auslöser für die „Begrünungsoffensive Pfaffenhofen“. Ehemals unattraktive öffentliche Grünanlagen wurden zu Bienenweiden oder zu interessanten Staudenbeeten mit hohem Erlebniswert für Bürger und Besucher umgestaltet. Dabei ging es nicht nur um „Schönheit“, sondern vor allem um Nachhaltigkeit: Nahrungs- und Lebensraum für bedrohte Tiere schaffen – und den Gieß- und Pflegeaufwand verringern.

Die Begrünungsoffensive ist eine Maßnahme im Rahmen der Pfaffenhofener Nachhaltigkeitsstrategie. Damit will die Stadt einen Beitrag leisten zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen aus der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Ein Teilziel von Nachhaltigkeitsziel 15 lautet: „Dem Verlust der biologischen Vielfalt eine Ende setzen“.

 

Begrünen Sie Ihren Hausgarten

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Es ist ein erklärtes Ziel der Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm, nicht nur städtische Flächen nachhaltig zu gestalten, sondern auch die Bürger zu ermutigen, den Artenschutz und die naturnahe Gestaltung ihrer Gärten neu zu denken.

Das Konzept der nachhaltigen und insektenfreundlichen Beete können Sie auch in Ihrem privaten Vorgarten oder Hausgarten, in Innenhöfen von Wohnanlagen oder auf dem Firmengelände umsetzen. Machen Sie mit!

Das Stadtgrün-Team der Stadtwerke Pfaffenhofen unterstützt Sie dabei. Gartenbau-ingenieur Mario Dietrich, Teamleiter Stadtgrün, berät Sie kostenlos bei Ihnen vor Ort! 

 

 

 

Pflanzen ohne Mühe

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Langweilige Rasenflächen oder triste Pflasterungen werden oft gewählt, weil sie weniger Arbeit machen als Blumenbeete, wo man ständig Unkraut zupfen, gießen und nachpflanzen muss. Nicht so bei den nachhaltigen Staudenbeeten: sie sind pflegeleicht, die Pflanzen haben wenig Durst.

Zwar sind die Erstellungskosten etwas höher als bei herkömmlichen Pflanzungen. Dafür profitieren Mensch und Tier – ebenso wie bei Bienenweiden, die Rasen ersetzen können – viele Jahre lang und zu allen Jahreszeiten von Blüten und Samen, von Bunt und Grün.

 

Nachhaltige Staudenbeete – so geht’s

  1. Fläche auswählen: Besonders geeignet sind eingefasste Flächen, z. B. im Vorgarten. Hier kann Ausläufer bildendes Unkraut nicht über den Boden einwachsen, aufwändige Pflegearbeiten entfallen.
  2. Boden sorgfältig vorbereiten – möglichst unkrautfreie Ausgangsfläche schaffen, Wurzeln gründlich entfernen.
  3. Aufbau der Substratschichten (von unten nach oben): 20 cm Kies – 10 cm gedämpfter Kompost – 10 cm mineralischer Mulch
  4. Heimische Pflanzen bevorzugen, die gut von Insekten nutzbar sind. Dazu kommen Stauden, die Trockenheit gut vertragen, sowie Gräser.
  5. Zwiebelpflanzen nicht vergessen!
  6. Als oberste Schicht dekorativen Split (2 bis 5 mm) oder gewaschenen Sand aufbringen.

 

Weiterführende Infos zum Thema Staudenbeete finden Sie hier:

 

Mensch und Natur – alle gewinnen

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Geringer Gieß- und Pflegeaufwand: 
Die Erfahrungen der Stadtwerke sind positiv: Im Vergleich zu Wechselflorpflanzungen sind auf öffentlichen Grünflächen elfmal weniger Gießgänge nötig. Auf der trockenen, nährstoffarmen Mulchschicht kann Unkraut nur schwer keimen.

Gut für die biologische Vielfalt:
Die Trockenstaudenmischungen bieten Insekten wie z.B. gefährdeten Wildbienen eine wertvolle Nahrungsquelle. Somit leisten sie einen Beitrag zur biologischen Vielfalt.

Emotionaler Mehrwert:
Die Blütenfolge ist gestaffelt, das gesamte Jahr blüht es. Einen schönen Effekt im Winter bildet Reif in zusammengebundenen Gräsern. Insekten, Bienen, Vögel, Igel & Co. lassen sich in ihrem neuen Lebensraum mitten in der Stadt beobachten.

 

Bienenweiden

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Bienenweiden sind Flächen, die – wie der Name schon vermuten lässt – extra für Bienen angelegt werden. Dort sollen sie Pflanzenpollen und Nektar finden, da es ihnen sonst durch die fehlenden Ackerrand- und Blühstreifen an Nahrungsquellen mangelt. Bienenweiden sollten aus einheimischen Wildpflanzen bestehen, die bestenfalls vor Ort kultiviert werden. Ideal sind ein-, zwei- und mehrjährige Pflanzen, die über mehrere Monate währen.

Saatgut-Mischungen mit Wildblumenarten, die in Oberbayern standortheimisch sind, erhalten Sie beim Stadtgrün-Team (siehe Ansprechpartner) und beim Aktionsbündnis „Pfaffenhofen an der Ilm summt“.

 

Artenschutz beginnt im eigenen Garten

Begrünungsoffensive PfaffenhofenSchon vor über hundert Jahren gründete sich der „Verschönerungsverein Pfaffenhofen“ mit dem Ziel, durch Ausweisung von Grünflächen die Artenvielfalt und insbesondere das Vorkommen von Vögeln in der Stadt zu fördern. Seitdem haben sich die Verhältnisse bei uns dramatisch verändert – in den von der sogenannten konventionellen Landwirtschaft genutzten Flächen gehen die Arten dramatisch zurück. Gründe dafür sind der massive Einsatz von Giften aller Art, aber auch der Verlust von Hecken und Landschaftsteilen, in denen Tiere und Pflanzen Lebensräume fanden.

Mittlerweile sind die Städte die wichtigsten Rückzugsräume der Artenvielfalt. Umso bedeutender ist es, dass Bürger und Stadtgesellschaft verstehen, dass die nachhaltige Gestaltung von Hausgärten einen großen Beitrag leisten kann, unseren letzten Wildtieren Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

 

Grünanlagen-Pate werden

Begrünungsoffensive Pfaffenhofen Sie haben keinen eigenen Garten? Oder möchten als Gartenbesitzer noch mehr tun für eine blühende Stadt? Als Grünanlagen-Pate kümmern Sie sich um ein Stück öffentliches Grün Ihrer Wahl. Mit Ihrer Hilfe werden die Grünanlagen verschönert und im Sinne der Artenvielfalt aufgewertet. Beratung, einen Pflegeplan, Material sowie Pflanzen erhalten Sie vom Stadtgrün-Team.

 

 

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