Pfaffenhofen

Geförderter Wohnungsbau

Wer würde nicht gerne in der „lebenswertesten Stadt der Welt“ wohnen? Nicht erst seit sich Pfaffenhofen auch offiziell so nennen darf, ziehen immer mehr Menschen in die Stadt. Seit jeher steigt Pfaffenhofens Einwohnerzahl: früher noch um durchschnittlich 100 Personen pro Jahr, seit 2013 sogar um rund 340 Bürger. Das Thema Wohnen steht demnach ganz oben auf der Agenda der Stadt.

Um dauerhaft neuen, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können, ohne sein kleinstädtisches Flair zu verlieren, will sich Pfaffenhofen an folgende Maßnahmen halten:

 

1) Neue Baugebiete

In naher Zukunft sollen gleich zwei neue Baugebiete in Pfaffenhofen entstehen: Zum einen will die Stadt das zwölf Hektar große „Pfaffelleiten“ an der äußeren Moosburger Straße ausweisen, zum anderen soll das 5,6 Hektar große „Weingartenfeld“ zwischen Heißmanning und der Anton-Schranz-Straße Platz für neuen Wohnraum schaffen. 

 

2) Kontrolle der Mietpreise

Um erschwingliche Mieten garantieren zu können, gelten in Pfaffenhofen seit August 2015 die neuen Regelungen der „Kappungsgrenze“ und der „Mietpreisbremse“.
Letztere bezieht sich auf Neuvermietungen: Dort darf der Mietpreis künftig höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen; lediglich Neubauten sind von dieser Regelung ausgeschlossen.
Die Kappungsgrenze dagegen soll den Mitanstieg bei bestehenden Mietverhältnissen begrenzen. So darf die Miete auf einem angespannten Wohnungsmarkt wie Pfaffenhofen innerhalb von drei Jahren maximal um 20 Prozent erhöht werden.
Außerdem will die Stadt Pfaffenhofen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis an der Erstellung eines Mietspiegels arbeiten, um verlässliche Aussagen über ortsübliche Vergleichsmieten zu erhalten.

 

3) Erweitertes Einheimischenmodell

Schon seit 1991 soll das Einheimischenmodell Familien durch spezielle Fördermaßnahmen dabei helfen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, wenn sie sich ein Eigenheim auf dem freien Markt nicht leisten könnten.  Durch ein gewisses Punktsystem sollen vor allen Dingen diejenigen in den Genuss vergünstigter Bauplätze kommen, die ein niedrigeres Einkommen, viele Kinder und eine besondere Verbindung zu Pfaffenhofen als Wohn- oder Arbeitsort haben. Wer das Einheimischenmodell nutzen will, kann sich jederzeit als Interessent bei der Stadtverwaltung melden. Um möglichst alle unterstützen zu können, wird dank der neuen Richtlinien des erweiterten Einheimschenmodells ab sofort die Hälfte aller Grundstücke in einem neuen Baugebiet an die Stadt abgetreten.  Diese kann die Grundstücke dann entweder an die Familien vergeben oder dort Eigentums- oder Sozialwohnungen errichten.

 

4) Geförderter Wohnungsbau

Obwohl es keine Pflichtaufgabe einer Kommune ist, möchte Pfaffenhofen in den nächsten Jahren einen besonderen Schwerpunkt auf den sozialen Wohnungsbau legen, um die Schwachen der Stadt – beispielsweise chronisch Kranke, Alleinerziehende oder anerkannte Asylbewerber- zu unterstützen. Somit sollen bald 136 neue Sozialwohnungen entstehen – finanziert durch den Verkauf alter Objekte, deren Sanierungskosten unverhältnismäßig hoch sind. Außerdem will man bestehende Sozialwohnungen weiter pflegen oder – solange wirtschaftlich vertretbar- sanierungsbedürftige Gebäude wieder in Stand setzen. Mittelfristig will die Stadt dafür 30 Millionen Euro investieren; den Großteil kann sie aus Grundstückserlösen oder öffentlichen Fördermitteln nehmen, sodass nur noch 2,5 Millionen Euro aus dem Stadthaushalt nötig sind.  Die Grundstücke für die Neubauten stammen dabei entweder aus dem Bestand der Stadt, der Stiftung oder dem Einheimischenmodell in neuen Baugebieten (siehe 3) Einheimischenmodell). Hauptverantwortlich für den Bau der Sozialwohnungen ist die „Wohnraumbeschaffungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Pfaffenhofen a. d. Ilm GmbH“, eine hundertprozentige Tochter der Stadt.

Bürgermeister Thomas Herker informiert zum sozialen Wohnbau

Link zum Video "Bürgermeister Thomas Herker informiert zum sozialen Wohnbau" auf youtube.com

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