Pfaffenhofen

Windenergie in Pfaffenhofen a. d. Ilm

Einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima leisten die so genannten „erneuerbaren Energien“ zur Strom- und Wärmeerzeugung. Pfaffenhofen hat sich deshalb vorgenommen, bis Ende 2021 100 Prozent seines Strombedarfs aus lokalen und sauberen Quellen zu decken. Schon heute können rund 70 Prozent des Stroms im Pfaffenhofener Netz direkt vor Ort aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Dies trägt nicht nur zur Vermeidung fossiler Ressourcen, wie Kohle und Gas, radioaktiver Abfälle und Treibhausgasen bei, sondern sorgt für Unabhängigkeit von Brennstoffen. Neben ökologischen Vorteilen stärkt dies auch die regionale Wertschöpfung.

Das erste Pfaffenhofener Bürgerwindrad, das seit März 2016 in Betrieb ist, bringt schon heute mit rund sechs Prozent des gesamten Strombedarfs einen entscheidenden Beitrag zur sauberen Stromversorgung der Stadt. Mit drei weiteren Windrädern, einer Leistungssteigerung der Photovoltaikanlagen um ein Drittel und zusätzlichen Speichertechnologien könnte laut technischen Studien die verbleibende Lücke von 30 Prozent in den nächsten fünf Jahren komplett geschlossen und Pfaffenhofen beim Strom unabhängig von Energie-Importen werden. Die benötigte Fläche ist in der landkreisweiten Flächennutzungsplanung als Konzentrationsfläche zur Errichtung von Windrädern vorgesehen. Das entsprechende Projekt "Bürgerwindpark" der Bürgerenegie-Genossenschaft stand im Fokus des Bürgerentscheids am 23. Oktober 2016

Bei einer Wahlbeteiligung von 59,6 % stimmten 56,9 % der Bürgerinnen und Bürger für „Saubere Energie aus Windkraft“ in Pfaffenhofen.

Einen interessanten Beitrag von münchen.tv zum Thema Windenergie in Pfaffenhofen finden Sie hier.

 

56,9 % für „Saubere Energie aus Windkraft“

Die Frage beim Bürgerentscheid „Saubere Energie aus Windkraft“ am 23. Oktober lautete:
„Sind Sie dafür, dass die Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm den Bebauungsplan ,Sondergebiet Bürgerwindpark Pfaffenhofen‘ weiterführt, der die Errichtung von maximal drei Windenergieanlagen im Förnbacher Forst ermöglicht, und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der städtischen Klimaschutzziele und zur Sicherung der ökologischen Stromerzeugung vor Ort leisten kann?“

Der Stadtrat Pfaffenhofen empfahl mehrheitlich das Vorhaben zu unterstützen und mit Ja zu stimmen. Auszug aus dem Protokoll vom 28.07.2016: „Der Stadtrat vertritt mehrheitlich die Auffassung, dass das Bauleitverfahren ,Nummer 163 Sondergebiet Bürgerwindpark Pfaffenhofen‘ weitergeführt werden soll, um damit die Voraussetzungen zur Errichtung von maximal drei Windrädern im Förnbacher Forst zu schaffen. Diese drei Windräder können – mit kleineren ergänzenden Maßnahmen – als wesentlicher Bestandteil zur Erreichung des Pfaffenhofener Klimaschutzziels dienen, bis 2021 100 Prozent des örtlichen Strombedarfs aus lokalen und sauberen Quellen zu decken.“

Nach dem positiven Votum beim Bürgerentscheid wird der Bebauungsplan "Sondergebiet Bürgerwindpark Pfaffenhofen" jetzt weitergeführt. Im Zuge des Verfahrens bekommen die Bürger noch einmal Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben.

Hier finden sie die Ergebnisse der beiden Bürgerentscheide. 

 

 

 Infoblatt zum Bürgerentscheid „Saubere Energie aus Windkraft“

 

 

PAFundDU-Veranstaltung Windenergie in Pfaffenhofen a. d. Ilm am 28. September 2016

 

 

 

PAFundDU-Veranstaltung Windenergie in Pfaffenhofen a. d. Ilm am 4. Juli 2016

 

Energieversorgung und Energiewende in Pfaffenhofen – gestern, heute und morgen: Thomas Herker, Erster Bürgermeister

 

 

Pfaffenhofen auf dem Weg zu 100 Prozent sauberem Strom aus lokalen Quellen: Dr. Sebastian Brandmayr, Technischer Leiter Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm

 

 

Baurecht und Teilflächennutzungsplan: Florian Zimmermann, Leitung Sachgebiet Stadtentwicklung

 

 

Projektvorstellung Bürgerwindpark Pfaffenhofen a. d. Ilm: Andreas Herschmann, Vorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft

 

 

Ausbau von Windenergie und Stromtrassen: Wird die Gesundheit der Anwohner beeinträchtigt?: Prof. Dr. Caroline Herr, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

 
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