Pfaffenhofener Lesebühne 2026
Im November steht Pfaffenhofen wieder ganz im Zeichen der Literatur. Für 2026 wird die Reihe auf elf Lesungen erweitert, die erstmals auch in der KulturAula sowie im Theatersaal stattfinden. Durch mehr Lesungen, zusätzliche Veranstaltungsorte und eine vertiefte Kooperation mit dem Autohaus Stiglmayr soll der Festivalcharakter der Lesebühne weiter gestärkt werden.
Programmvorschau der Lesebühne 2026
- Fr., 06.11.: Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter
- Sa., 07.11.: Petra Morsbach: Orion
- So., 08.11.: Norbert Gstrein: Im ersten Licht
- Do., 12.11.: Elena Fischer: Wirf einen Schatten
- Fr.., 13.11.: Johann Reißer: Pulver & Gregor Sander: Troja
- Sa., 14.11.: Tom Hillenbrand: Höllenfang (Kooperation Autohaus Stiglmayr)
- So., 15.11.: Maren Vivien Haase: How to Catch a (Fake) Cowboy (Kooperation Autohaus Stiglmayr)
- Fr., 20.11.: Sasa Hanten: Talent zum Glück
- Sa., 21.11.: Heiko Wolz: Knarzen – bis die Äste knacken
- Sa., 21.11.: Jan Weiler, Das Vogelhaus
- So., 22.11.: Steffen Kopetzky: Die Harzreise
Ticketverkauf
Ab 11. September gibt es Tickets im Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung, der Buchhandlung Osiander oder unter okticket.de. Die Tickets zu den Lesungen im Autohaus Stiglmayr gibt es hier.
Freitag, 6. Nov. 2026 I 19.30 Uhr
Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter

- Festsaal im Rathaus I Einlass: 18.45 Uhr
- Moderation: Georg M. Oswald
- VVK: 14 € (erm. 12 €) I AK: 16 € (erm. 14 €)
- zu den Tickets
„Ein atmosphärisch dichter Blick in die deutsche Nachkriegsgeschichte!“ — NZZ am Sonntag
Margarethe, Marianne, Monika und Miriam: vier Generationen einer Dresdner Bildungsbürgerfamilie. Sie lieben sich, verletzen sich und kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen, das Zerwürfnis entsteht nach der Übersiedlung in den Westen. In den Sechzigerjahren will die hochintelligente, labile Monika gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen. Die Autorin selbst ist dieses Kind.
Miriam Carbe, 1967 geboren, hat deutsche und nigerianische Wurzeln und wuchs in einer Familie von Frauen auf, die Tagebücher und Erinnerungen festhielten. Von ihnen erbte sie mehrere Kisten mit Notizbüchern, die bis ins Jahr 1908 zurückreichen. Miriam Carbe hat drei Kinder, lebt in Frankfurt am Main und arbeitet als Redakteurin bei Arte.
Georg M. Oswald, geboren 1963, arbeitet als Schriftsteller, Lektor und Jurist in München.
Samstag, 07. Nov. 2026 | 19.30 Uhr
Petra Morsbach: Orion

- Festsaal im Rathaus | Einlass. 18:45 Uhr
- VVK: 14 € (erm. 12 €) | AK: 16 € (erm. 14 €)
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„Ein faszinierender Roman über ein Leben in der Lektüre.“ — NDR Kultur
Nach einem Nierenversagen muss die 60-jährige Nora ihren Beruf als Lehrerin aufgeben und beginnt in einem Literaturarchiv zu arbeiten. Umgeben von Büchern versucht sie, ihre Erfahrungen und die Erschütterungen der Gegenwart bis hin zum Ukraine-Krieg mit ihrem literarischen Wissen zu verstehen. Dabei stellt sie sich die Fragen: Wie gut lässt sich Bildung vermitteln? Was bringt sie uns? Und wie weit hilft Kultur im Umgang mit den Abgründen des Lebens?
Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München.
Sonntag, 8. Nov. 2026 | 19.30 Uhr
Norbert Gstrein: Im ersten Licht

- Theatersaal im Haus der Begegnung
- Moderation: Knut Cordsen
- VVK14 € (erm. 12 €) | AK: 16 € (erm. 14 €)
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„Ein Jahrhundertroman von brutaler Eleganz.“ — Die Zeit
Adrians Vater macht ihn als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg, rettet ihn so vielleicht. Der störrische, zärtliche Mensch, der von da an durch über achtzig Lebensjahre hinkt, ist das Wunder dieses Erzählens. Adrian sieht zweimal seine Welt untergehen, hat zweimal mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er, und erlebt im Alter die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben.
Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Uwe-Johnson-Preis, den Österreichischen Buchpreis 2019, den Düsseldorfer Literaturpreis und den Thomas-Mann-Preis.
Knut Cordsen, Jahrgang 1972 ist Radiomoderator, Literaturkritiker und Autor.
Donnerstag, 12. Nov. 2026 | 19.30 Uhr
Elena Fischer: Wirf einen Schatten

- Festsaal im Rathaus
- VVK: 14 € (erm. 12 €) | AK: 16 € (erm. 14 €)
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„Die Dramen von damals sind auch die Dramen von heute: Alltag. So entsteht Geschichte. Und davon erzählt Elena Fischer ganz famos.“ — NDR Kultur
Joseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den Sechzigerjahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis' ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie – sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.
Elena Fischer, geboren 1987, hat Komparatistik und Filmwissenschaft in Mainz studiert, wo sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Debüt Paradise Garden wurde sofort zum Bestseller und 2023 für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Freitag, 13. Nov. 2026 |19.30 Uhr
Johann Reißer: Pulver und Gregor Sander: Troja

- Festsaal im Rathaus
- Moderation: Katharina Herrmann
- VVK: 14 € (erm. 12 €) | AK:16 € (erm. 14 €)
- zu den Tickets
Max von Duttenhofer und Heinrich Schliemann sind die jeweiligen Protagonisten der Bücher: Duttenhofer als Erfinder des raucharmen Schießpulvers und Schliemann als Entdecker der Ruinen Trojas. Beide Männer waren Pioniere des 19. Jahrhunderts und beide sind im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten. Nun wird in diesen Romanen ihr Leben und Schaffen sowie der historische Kontext eindrucksvoll in Szene gesetzt.
In Pulver beschreibt Reißer den Werdegang des Max von Duttenhofer vom jungen Pulvermüller mit nur einer Mühle hin zum Eigentümer international agierender Firmen und die folgenschweren Konsequenzen dieser Erfindung, die auch über seinen Tod hinaus den Ersten Weltkrieg beeinflussen.
Die Ilias ist Ausgangspunkt in Sanders „Troja, später Nachmittag": Die Schilderungen des trojanischen Krieges sollten den jungen Heinrich Schliemann derart faszinieren, dass sie ihn auf waghalsige Expeditionen auf der Suche nach den Ruinen Trojas begibt und schließlich nicht nur zu Weltruhm, sondern auch auf eine weitere Odyssee führt.
Johann Reißer, geboren 1979 in Regensburg, promovierte zu Verfahren der Archäologie und Sampling in der Lyric und unterrichtet Philosophie und Kreatives Schreiben. 2016 erhielt er das Lutz-Stipendium.
Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt „Abwesend" war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman „Was gewesen wäre" wurde prominent besetzt verfilmt.
Katharina Herrmann, geboren 1985, ist Literaturbloggerin, Mitglied in der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse 2027 und lehrt an einem bayerischen Gymnasium Deutsch und Evangelische Religionslehre.
Samstag, 14. Nov. 2026 | Beginn: 19.30 Uhr
Tom Hillenbrand: Höllenfang

- Audi Terminal, Autohaus Stiglmayr | hier geht's zu den Tickets
- VVK: 14 €
- zu den Tickets
„Xavier Kieffer ist der beste Kochtopf-Detektiv der Geschichte.“ — Die Welt
Ein ehemaliger Kollege von Xavier Kieffer eröffnet ein Restaurant am Meer und lädt den Luxemburger Koch zur Premierenparty ein. Doch kurz darauf brennt das Lokal nieder und vom Starkoch Guy Molyneux fehlt jede Spur. Kieffer entdeckt, dass auch andere Fischrestaurants in Flammen aufgegangen sind. Zufall? Bei seinen Recherchen stößt er auf die Schattenseiten des Fischhandels, in dem manche sogar vor Mord nicht zurückschrecken.
Tom Hillenbrand studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Redakteur bei SPIEGEL ONLINE. Seine Bücher erscheinen in vielen Sprachen, wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und stehen regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Sonntag, 15. Nov. 2026 | Beginn: 15 Uhr
Maren Vivien Haase: How to Catch (a fake) Cowboy

- Audi Terminal, Autohaus Stiglmayr | hier geht's zu den Tickets
- Moderation: Theresa Haubs
- VVK: 14 €
- zu den Tickets
„Tollste RomCom des Jahres“ — Eftelya Ay
Für die New Yorker Journalistin Riley soll ein Artikel über die Faszination für Cowboys endlich der Durchbruch werden. Dafür reist sie nach Texas, um einen echten Cowboy zu interviewen. In einer Bar trifft sie auf Nate: charmant, heiß und mit Cowboyhut. Jackpot! Doch Nate ist gar kein Cowboy, sondern trägt den Hut nur für eine Party. Trotzdem kann er der schlagfertigen Riley nicht widerstehen und nimmt sie mit auf seine Ranch. Ein paar kleine Flunkereien können schließlich nicht schaden … oder?
Maren Vivien Haase, geboren 1992 in Freiburg im Breisgau, absolvierte ein Germanistikstudium. Ihre New-Adult-Romane schafften es auf Anhieb auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die Belladaire Academy of Athletes-Trilogie sogar auf Platz 1
Theresa Haubs, geboren und aufgewachsen im Blauen Land, war Theresa schon immer begeisterte Leserin. Heute lebt sie in München, studiert Psychologie und teilt ihre Buchbegeisterung als leidenschaftliche Buchbloggerin. Neben Einblicken in ihr Leben als Booktalkerin hat Haubs ihr neues Backbuch Cozy Baking Time im Gepäck.
Freitag, 20. Nov. 2026 | Beginn: 19.30 Uhr
Sasa Hanten: Talent zum Glück

- Festsaal im Rathaus
- VVK: 14 € (erm. 12 €) |16 € (erm. 14 €)
- zu den Tickets
„Selbst im größten Unglück ist dieses Buch noch von unbrechbarer Vergnügtheit und einer hemdsärmeligen Liebenswürdigkeit, wie es sie in der Literatur nur selten gibt.“ — Barbara Zeman
Charlotte Maybach und Eby Tusch kennen sich seit ihrer Kindheit im Internat am Bodensee. Ihre Freundschaft hat auch Jahre der Distanz überdauert. Mit Anfang dreißig führt Charlotte als Notarin ein angesehenes, aber unbefriedigendes Leben. Eby hat nach dem Tod seines Vaters das Familienunternehmen übernommen und Georg, seine große Liebe, verloren. Als die beiden sich wieder begegnen, stehen sie vor der Frage: Wie will man leben, wenn man herausgefunden hat, wer man wirklich ist?
Sasa Hanten ist Autorin, Kulturtheoretikerin, Model und Rechtsanwältin. 2023 erschien »Spiel mit mir«, eine literarische Reflexion über Kunst und Glück. Sie lebt in Köln und Wien. »Talent zum Glück« ist ihr erster Roman.
Samstag, 21. Nov. 2026 | Beginn: 15 Uhr
Heiko Wolz: Knarze - bis die Äste knacken!

- Stadtbücherei Pfaffenhofen
- VVK/AK: 8 € (erm. 5 €)
- zu den Tickets
Stefan will das Dorf mit Diamantrüstung, Netherrack-Feuer und Eisengolem schützen. Doch was, wenn wieder jemand zum Zombie wird? Ein goldener Apfel soll helfen. Gemeinsam mit Anna und dem ängstlichen Zombiefreund Brokkoli macht er sich auf den Weg in den blassen Garten, wo ein Waldanwesen mit dem begehrten Apfel stehen soll.
m düsteren Wald knackt und knarzt es überall. Wenn Stefan, Anna und Brokkoli sich umdrehen, steht da nur ein Baum – oder doch nicht? Im Anwesen finden sie den Apfel und ein Namensschild. Stefan benennt damit den vermeintlichen Baum – ein fataler Fehler! Denn es ist ein Knarz, der ihnen nun überallhin folgt. Nur Brokkoli kann das Knarzherz abbauen und den Bann brechen. Doch dafür muss der Zombie über seinen Schatten springen.
Heiko Wolz, Jahrgang 1977, war Buchhändler und später Mitarbeiter in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung. Er veröffentlichte über 40 Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und erhielt unter anderem das Literatur-Stipendium des Freistaats Bayern. Der vierfache Vater lebt mit seiner Familie in Unterfranken auf dem Land.
Samstag, 21. Nov. 2026 | Beginn: 19.30 Uhr
Jan Weiler: Das Vogelhaus

- KulturAula
- VVK: 20 € (erm. 18 €) | AK: 24 € (erm. 20 €)
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„Jan Weiler hat ein Gespür für Figuren und ein Händchen dafür, durchaus heiter über komplizierte Angelegenheiten zu schreiben.“ — ZDF Mittagsmagazin
Als Leonard Beck einen Brief seiner Mutter erhält, kehrt er nach Jahren an den Niederrhein zurück: Ein Haus steht zum Verkauf, das ihn an seine Vergangenheit erinnert. Damals betreute er als Zivildienstleistender einen alten Mann und dessen Vögel. Nun, nach dem Verlust seiner Stelle am Theater, trifft Leonard auf alte Bekannte und das geheimnisvolle Haus, dessen Rätsel er nie lösen konnte. Jetzt will er sich seiner Vergangenheit und seinen Ängsten stellen und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, das sein Leben verändert.
Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ-Magazins. Sein Debüt Maria, ihm schmeckt’s nicht! zählt zu den erfolgreichsten der vergangenen Jahrzehnte. Neben Romanen schreibt Jan Weiler Kolumnen, Drehbücher sowie Hör- und Hörspiele. Er lebt in München und Umbrien.
Sonntag, 22. Nov. 2026 | Beginn: 19.30 Uhr
Steffen Kopetzky: Die Harzreise

- Festsaal im Rathaus
- VVK: 14 € (erm. 12 €) | AK: 16 € (erm. 14 €)
- zu den Tickets
„Erinnert unwillkürlich an Hape Kerkelings Kult-Buch Ich bin dann mal weg. Die Menschen suchen genau das, was Kopetzky beschreibt: Abstand vom digitalen Rauschen und eine Erdung, die man nur Schritt für Schritt findet.“ — Frankfurter Rundschau
Zweihundert Jahre nach Heinrich Heines «Harzreise» macht sich Steffen Kopetzky, dessen Route folgend, auf durch eine faszinierende deutsche Seelenlandschaft: Im Harz spiegelt sich unser Land – er ist poetischer Märchenort und Brennpunkt der Klimakrise, offenbart historischen Reichtum, Strukturwandel und Armut, war geteilt zwischen Ost und West. Kopetzky stößt auf Erinnerungsorte unseres Landes, von Hexentanzplätzen am mythenumwobenen Brocken bis zu legendären Abhörstationen. Und entdeckt riesige Potenziale. Er macht berührend menschliche Erfahrungen, sieht aber auch die Realität einer verunsicherten Gesellschaft, in der das „Deutschtum" neue Blüten treibt.
Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Er war 2007 Mitgründer des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, den er bis 2023 als Erster Vorsitzender führte, sowie bis 2020 zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Kulturreferent der Stadt Pfaffenhofen.
Mit freundlicher Unterstützung von
