Neuausschreibung des Lutz-Stipendiums für Literatur
24. September 2026
Schriftstellerinnen und Schriftsteller können sich ab sofort wieder für das Lutz-Stipendium der Stadt Pfaffenhofen bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Dezember 2026. Das dreimonatige Aufenthaltsstipendium wird 2027 bereits zum 14. Mal vergeben. Der Aufenthalt im historischen Flaschlturm ist für den Zeitraum Mai bis Juli 2027 vorgesehen. Über die Vergabe entscheidet im Januar eine Fach-Jury.
Mit dem Stipendium möchte die Stadt Schriftstellerinnen und Schriftstellern die Möglichkeit geben, sich für drei Monate ganz ihrer literarischen Arbeit zu widmen. Während des Aufenthalts können sie neue Projekte beginnen, an bestehenden Arbeiten weiterarbeiten oder Texte fertigstellen. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, deren bisheriges literarisches Schaffen eine entsprechende Befähigung erkennen lässt.
Ein eigener „Zwischenfall“ in Pfaffenhofen
Zum besonderen Profil des Stipendiums gehört die Auseinandersetzung mit Pfaffenhofen. Die Stipendiatin oder der Stipendiat ist dazu verpflichtet, sich während des Aufenthalts literarisch mit der Stadt auseinanderzusetzen. Am Ende des Stipendiums soll ein druckfähiger literarischer Beitrag im Sinne des Pfaffenhofener Schriftstellers Joseph Maria Lutz und seines 1930 erschienenen Romans „Der Zwischenfall“ entstehen.
Der Roman erzählt vom Besuch eines Dichters in einer oberbayerischen Kleinstadt und den Ereignissen, die daraus entstehen. Angelehnt daran sind die Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu angehalten, ihren eigenen „Zwischenfall“ in Pfaffenhofen zu schildern. Zum Abschluss des Aufenthalts findet eine Lesung statt, bei der auch dieser Text vorgestellt wird.
Das Lutz-Stipendium wurde zur Erinnerung an Joseph Maria Lutz ins Leben gerufen. Während des Aufenthalts wohnt die Stipendiatin beziehungsweise der Stipendiat im Flaschlturm in der Pfaffenhofener Altstadt. Das kleine Barockgebäude diente zunächst als Museum für Joseph Maria Lutz und wurde 2013 aufwendig kernsaniert.
Großes Interesse an der Ausschreibung
Das Interesse am Lutz-Stipendium war bisher immer sehr groß. In den vergangenen Jahren gingen jeweils rund 70 Bewerbungen von Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland und Österreich ein.
Die Auswahl für das Stipendium 2027 trifft im Januar 2027 eine vierköpfige Fach-Jury. Ihr gehören der Kunst- und Kulturreferent Rainhard Haiplik als Vertreter des Stadtrats, der Schriftsteller und ehemalige Kulturreferent Steffen Kopetzky sowie zwei weitere Personen an.
Aufenthalt und Unterbringung im Flaschlturm
Das Stipendium umfasst einen dreimonatigen Aufenthalt, in der Regel von Mai bis Juli. Die Stipendiatin oder der Stipendiat erhält monatlich 1.200 Euro Aufenthaltsgeld. Hinzu kommt die kostenfreie Unterbringung im Flaschlturm einschließlich aller Nebenkosten und Internet. Für die Erstellung des „Zwischenfall“-Textes und die Übertragung der Veröffentlichungsrechte wird außerdem ein Honorar von 600 Euro gezahlt. Für die Dauer des Stipendiums besteht Aufenthaltspflicht in Pfaffenhofen.
Bewerbung bis 1. Dezember 2026
Für die Bewerbung sind ein Antrag, eine Publikationsliste sowie eine Arbeitsprobe aus einem unveröffentlichten Projekt einzureichen. Die Arbeitsprobe darf maximal zehn Normseiten beziehungsweise 18.000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen.
Die Bewerbungsunterlagen können als PDF-Datei vorzugsweise per E-Mail an kultur@stadt-pfaffenhofen.de geschickt werden.
Oder postalisch an:
Stadtverwaltung Pfaffenhofen
Lutz-Stipendium
Hauptplatz 18
85276 Pfaffenhofen
Informationen und Richtlinien zum Stipendium sind auf der Homepage der Stadt Pfaffenhofen unter pfaffenhofen.de/lutz-stipendium zu finden.
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