Aus dem Bauausschuss: Stadt schafft neue Flächen für Hochwasserschutz
14. September 2026
Entlang des Gerolsbachs, südwestlich des Abenteuerspielplatzes in Niederscheyern, sollen auf einer rund 31.500 Quadratmeter großen Fläche neue Retentionsräume und Ökokontoflächen (als Bevorratung von Ausgleichsflächen für zukünftige Bauprojekte) entstehen. Mit der geplanten Maßnahme verbindet die Stadt aktiven Hochwasserschutz mit einer ökologischen Aufwertung der Flächen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss der weiteren Planung einstimmig zugestimmt.
Ähnlich wie bei den bereits neu angelegten Retentionsraum- und Ökokontoflächen an der Posthofstraße unterhalb des Biomassekraftwerks soll damit frühzeitig zusätzlicher Raum für den Hochwasserschutz geschaffen werden.
Auf der Fläche sind drei unterschiedliche Bereiche vorgesehen. Auf Höhe des Fußweges soll der bestehende Grünzug entlang des Weges und des Gerolsbacharms ökologisch aufgewertet werden. Geplant ist unter anderem die Entwicklung einer standortgerechten Hochstaudenflur.
Nördlich des Gerolsbachs ist eine Feuchtwiese mit einem Retentionsvolumen von rund 2.400 Kubikmetern vorgesehen. Der tiefste Punkt der Fläche wird dabei am Gerolsbach liegen. Dadurch kann das bei einem Hochwasserereignis aufgenommene Wasser nach dem Rückgang des Hochwassers wieder vollständig in den Gerolsbach zurückfließen und die Fische den Weg zurück ins Gewässer finden.
Südlich des Gerolsbachs soll ebenfalls eine Feuchtwiese entstehen. Durch die Anlage einer Mulde werden hier weitere 2.216 Kubikmeter Retentionsraum geschaffen. Die Fläche wird an zwei Stellen an den Gerolsbach angebunden. Auf den verbleibenden Flächen zwischen den Absenkungen und dem Gerolsbach sind zudem Einzelbaumpflanzungen vorgesehen.
Insgesamt können damit rund 4.600 Kubikmeter zusätzlicher Retentionsraum geschaffen werden. Gleichzeitig entstehen ökologisch aufgewertete Flächen, die als Ausgleichsflächen für die Erweiterung des Heilpädagogischen Zentrums sowie zukünftige Bauvorhaben genutzt werden können.
Für die geplante Maßnahme ist im nächsten Schritt die Beantragung der wasserrechtlichen Genehmigung vorgesehen. Nach Erteilung der Genehmigung könnte die Umsetzung im Jahr 2027 erfolgen.
Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Beitrag bei PAFundDU zu öffnen.