Vernissage eröffnet Ausstellung „Heiliges Puppen-Theater“
03. November 2026
© Stadtverwaltung
Am vergangenen Freitag ist die Ausstellung „Heiliges Puppen-Theater“ mit der Vernissage im fast vollständig besetzten Hofbergsaal eröffnet worden. Das große Interesse galt dabei nicht nur der Eröffnung selbst, sondern auch der restaurierten Krippe und der Ausstellung, die deren Geschichte und Besonderheiten beleuchtet. Bis zum 15. November können Besucherinnen und Besucher im Anbau der Spitalkirche an zwölf Stationen mehr über die Krippe und ihre Restaurierung erfahren.
Dritter Bürgermeister Roland Dörfler begrüßte die Gäste, darunter Pfarrer Miorin, die stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsbeirats Emilie Bergmeister sowie Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats. In seiner Ansprache erinnerte er an den Stiftungszweck der Hl. Geist- und Gritsch’schen Fundationsstiftung, der vor allem in der Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen liegt, aber auch den Erhalt der Spitalkirche und ihrer Krippe umfasst. Die Stadt hatte den Heimat- und Kulturkreis mit der Betreuung der Restaurierung beauftragt. Dörfler dankte allen, die sich für den Erhalt und die Pflege der Krippe einsetzen.
Ursula Beyer vom Heimat- und Kulturkreis begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung als Eigentümerin der Krippe und der Spitalkirche sowie alle, die sich an der Restaurierung beteiligt oder diese mit Spenden unterstützt hatten. Dass sich der Heimat- und Kulturkreis der Restaurierung annahm, geht auf Beyers Besuch bei Familie Rath zurück, durch den sie zum Verein kam. Gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern suchte sie das Gespräch mit erstem Bürgermeister Thomas Herker. Zunächst wurde die Finanzierung der Restaurierung der Wachsköpfe genehmigt, 2018 folgte die Zustimmung zu einer fachgerechten Restaurierung, die durch Spenden finanziert werden sollte.
Beyer dankte den Restauratorinnen und Restauratoren Maria Cetinbas, Petra Seemann, Gundelinde Asanger und Urban Huber für ihre Arbeit. Ihr Dank galt außerdem den Handwerkern, den Vereinsmitgliedern und Freunden des Heimat- und Kulturkreises sowie Andreas Sauer, Hans Rath und Frieder Leipold, sowie allen Spenderinnen und Spendern.
Im Anschluss führte Frieder Leipold, der Kurator der Ausstellung, durch die zwölf Stationen, die unterschiedliche Einblicke in die Geschichte und Gestaltung der Krippe geben. Zu sehen sind unter anderem historische Dokumente, die beweglichen Wachsköpfe und Gliedmaßen der Figuren sowie Veränderungen an der Krippe, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden. Auch die verwendeten Materialien und Stoffe sowie die Verbindung zwischen Krippe und religiöser Darstellung werden thematisiert.
Leipold erläuterte, dass eine Krippe durch ihre Nutzung lebendig bleibt und sich im Laufe der Jahre verändert. Darin liege auch ein Spannungsfeld: Einerseits sollen die historischen Figuren möglichst originalgetreu erhalten bleiben, andererseits gehören Abnutzung und Erneuerung zur Geschichte einer Krippe, die jedes Jahr wieder aufgebaut und gestaltet wird.
Begleitend zur Ausstellung ist ein neuer Band der Reihe „Stadtgeschichten“ erschienen. Die Neuerscheinung ist ab sofort im Rathaus, in der Stadtverwaltung und beim Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung erhältlich.
Führungen und Vortrag zur Krippe
Die Ausstellung „Heiliges Puppen-Theater“ ist bis zum 15. November zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags von 9 bis 13 Uhr, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr.
Eine öffentliche Führung mit Frieder Leipold findet am Samstag, 7. November, um 16 Uhr statt. Kinderführungen mit Rosemarie Schowalter-Frey werden am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr, am Samstag, 14. November, um 16 Uhr und am Sonntag, 15. November, um 14 Uhr angeboten. Am 15. November um 18.30 Uhr spricht Hans Rath im Hofbergsaal außerdem in einem Vortrag über die Krippe.
Die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils der Anbau in der Spitalkirche.
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