Pfaffenhofen

Verkehrskonzept Innenstadt

Informationen zum aktuellen Stand der Verkehrsplanung

Der Stadtrat hat einstimmig ein großes Maßnahmenbündel zur Verkehrsberuhigung in der Pfaffenhofener Innenstadt beschlossen. Verbesserungen für Radfahrer, Fußgänger und den Stadtbus gehören dazu. Vor allem aber soll der Durchgangsverkehr verringert werden. „Von innen nach außen“ ist die Devise: Verlagerung von den Zufahrtsstraßen auf die Umgehung, vom Hauptplatz auf den Altstadtring. Die viel diskutierte Sperrung der Hauptplatzdurchfahrt wird vorerst nicht weiter verfolgt. Erst sollen die anderen Maßnahmen greifen.

Die Verkehrsbelastung in Pfaffenhofen nimmt zu. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet die Stadt Pfaffenhofen proaktiv an einem Verkehrsentwicklungsplan, der parallel zum neuen Flächennutzungsplan entsteht und keineswegs nur auf Autofahrer zugeschnitten ist. Mehrere Fachplaner, aber auch viele Bürger haben daran bereits mitgewirkt.

 

Verkehrsplanung nicht nur für Autos

Nun hat der Stadtrat ein Maßnahmenkonzept für die kommenden drei Jahre beschlossen. Dabei spielt der Ausbau der Radinfrastruktur eine große Rolle, z. B. durch weitere Fahrradstreifen. Eine Neukonzipierung beim Stadtbus mit einer Verdichtung des Angebots soll mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren. Zusätzliche Fußgängerampeln bringen Verbesserungen für Fußgänger. Und nicht zuletzt werden nachhaltige Mobilitätsformen gefördert. So bezuschusst die Stadt im Rahmen ihres Kommunalen Förderprogramms auch den Kauf von Elektrofahrrädern und Lastenpedelecs.

 

Verkehr von innen nach außen verlagern

Oberstes Ziel des Verkehrskonzepts ist es, Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten. Man will Verkehr von innen nach außen verlagern: von den radialen Zufahrtstraßen auf die Anton-Schranz- und die Schrobenhausener Straße sowie vom Hauptplatz auf den Altstadtring. Derzeit wird die Anton-Schranz-Straße saniert und für diese Verlagerung "auf Vordermann" gebracht. Dabei geht es nicht einmal so sehr um den überörtlichen Durchgangsverkehr, denn viele Pfaffenhofener nehmen gern den Weg durch die Innenstadt als Abkürzung.

 

Verkehrsberuhigung in den Zufahrtstraßen

Folgende Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden:

  • Eine abknickende Vorfahrt von der Hohenwarter zur Anton-Schranz-Straße mit Fußgängerampel soll mehr Verkehr auf die Westtangente leiten.
  • Zur Geschwindigkeitsreduzierung wird die Hohenwarter Straße im Bereich der Moschee mit einer Mittelinsel verengt.
  • Ein Minikreisverkehr an der Ecke Hohenwarter-/ Schirmbeckstraße soll ebenfalls den Verkehr ausbremsen, Zebrastreifen erleichtern Fußgängern das Queren.
  • An der Einmündung von Äußerer Quellengasse bzw. Radlberg erhält die Hohenwarter Straße eine Fußgängerampel. Eine weitere Fußgängerampel wird es an der Einmündung der Quellengasse geben, also dort, wo der Fahrradstreifen endet.
  • Radler können ihre Fahrt in die Innenstadt künftig gefahrlos durch die Quellengasse fortsetzen, denn diese wird für Kfz gesperrt und zur reinen Fahrradstraße.
  • Die Ampelsteuerung an der Radlhöfe-Kreuzung wird so angepasst, dass der Verkehr auf der Umgehungsstraße bevorzugt wird – zur Entlastung der Scheyerer Straße.
  • Blumenkübel in der Niederscheyerer Straße auf Höhe des Kreisbauhofs verengen die Fahrbahn.
  • An der Ecke Münchener- /Moosburger Straße wird zunächst ein Mini-Kreisverkehr angelegt. Später soll der gesamte Bereich zu einem Platz umgestaltet werden, der die evangelische Kirche integriert. Bis zur Schulstraße könnte ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich entstehen.

All diese Maßnahmen werden ab 2019 durchgeführt. Die Fahrradstreifen in der Scheyerer und Ingolstädter Straße sind bereits fertig gestellt worden.

 

Verkehrslenkung am Altstadtring

Einen zweiten großen Block im Verkehrskonzept nehmen Maßnahmen ein, die den Verkehr entlang des Altstadtrings neu lenken – z. B. durch neue Abbiege- oder Einbahnregelungen. Auch hier geht es darum, Verkehr nach außen zu verlagern und Knotenpunkte zu entschärfen. Die wichtigsten Neuerungen seit August 2018:

  • Poller entlang des Stadtgrabens an der Einmündung Schlachthof-/Grabmeirstraße verhindern Abkürzungsverkehr durch das Wohngebiet.
  • Die Spitalstraße, die vorher nur für Anlieger befahrbar war, ist jetzt als Einbahnstraße aus Richtung Ingolstädter Straße geöffnet.
  • Auch die Türltorstraße ist zwischen Weiherer Straße und Volksfestplatz Einbahnstraße mit Fahrtrichtung stadtauswärts.

 

Maßnahmen gegen Parkplatzsuchverkehr

Flankiert werden die Maßnahmen zur Verkehrslenkung durch ein neues Parkraumkonzept, denn auch die Parkplatzsuche verursacht vermeidbare Fahrten. Stellplätze innerhalb des Altstadtrings sind jetzt teurer, außen herum werden günstigere oder kostenfreie Parkmöglichkeiten angeboten. Auch das Parkhaus und die Tiefgarage sind günstiger als das Parken direkt am Hauptplatz. Näheres zu diesen Neuerungen und zu dem neu eingeführten Handy-Parken finden Sie hier. Einen Plan der einzelnen Parkmöglichkeiten und Informationen zum Parken in Pfaffenhofen gibt es auf der Seite "Parken und Shoppen" oder im Downloadbereich dieser Seite.

 

Aufenthaltsqualität am und um den Hauptplatz

Die Entscheidung über ein eventuelles Durchfahrtsverbot am Hauptplatz fällt erst nach Umsetzung der anderen Maßnahmen. Unabhängig davon sind bauliche Umgestaltungen vorgesehen, die Fußgängerzone wird erweitert, die Aufenthaltsqualität mit Sitzgelegenheiten und Bäumen verbessert, der asphaltierte Fahrstreifen auf dem Oberen Hauptplatz soll gepflastert werden. Und auch die Sonnenstraße wird zur Fußgängerzone, die Lust auf Flanieren und Verweilen macht.

Als erster Schritt haben im August 2018 die Arbeiten zur Erweiterung der Fußgängerzone am Hauptplatz begonnen. Für weitere Informationen siehe auch https://www.pfaffenhofen.de/mehrhauptplatz/

Aufzeichnung im Archivplayer

Die Stadtratssitzung vom 17. Mai sowie ein Bürgerinformationsabend zum Verkehrskonzept vom 7. Februar wurden live im Internet übertragen. Die Aufzeichnungen der Veranstaltungen sind zu finden im Archivplayer.

 

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